Škarnulytė beschäftigt sich in ihren Werken mit Themen, die aktueller kaum sein könnten: ökologische Krisen, die Spuren des Menschen im Anthropozän und die Frage, wie zukünftige Generationen unsere Gegenwart einmal betrachten werden. Ihre Filme und Installationen verbinden wissenschaftliche Recherche mit mythischen Erzählungen – ein Spannungsfeld, das uns sofort in seinen Bann gezogen hat.
Besonders faszinierend war für uns, wie die Künstlerin zwischen Dokumentation und spekulativer Fiktion wechselt. In ihren Arbeiten begegnen wir hybriden Wesen, Meerjungfrauen, Schlangenfiguren und kosmischen Landschaften. Gleichzeitig führt sie uns an reale Orte wie stillgelegte Nuklearanlagen oder versunkene Städte. Diese Mischung aus Realität und Mythos hat uns gezeigt, wie Kunst neue Perspektiven auf globale Herausforderungen eröffnen kann.
Viele von uns waren besonders beeindruckt von der Art, wie Wasser in der Ausstellung als Metapher für Verbundenheit und Ursprung eingesetzt wird. Die Installation Æqualia, in der die Künstlerin als chimärenhaftes Wesen durch den Amazonas gleitet, hat uns nachhaltig beschäftigt. Sie zeigt, wie eng Mensch, Natur und Mythos miteinander verwoben sind – und wie verletzlich diese Beziehungen geworden sind. Für uns Schüler:innen war dieser Besuch der Ausstellung weit mehr als eine Kunstbetrachtung.
Sie hat für ökologische Themen sensibilisiert, zum Nachdenken über unsere Rolle im globalen Gefüge angeregt, neue Zugänge zu Kunst und Wissenschaft eröffnet und gezeigt, wie kreativ und kritisch Zukunftsfragen verhandelt werden können.
Gerade in einer Zeit, in der Nachhaltigkeit und verantwortungsvolles Handeln immer wichtiger werden, war dieser Besuch eine wertvolle Erfahrung, die uns noch lange begleiten wird. Die Schüler:innen der 8a, 8b, 7a, 7b, 6a und 5a besuchten diese tolle Ausstellung im Kunsthaus Graz.
StR Dipl.-Päd. Marianne Landsmann

